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Mit Skype per Handy weltweit gratis telefonieren
Dass man über Skype am PC sitzend, mit aufgesetztem Headset bewaffnet, gratis übers Internet telefonieren kann, ist bekannt. Dass dies auch mobil mit dem Smartphone im Ausland watscheneinfach und kostenlos funktioniert, kaum.
Wenn das Internet zum Telefonnetz wird - Skype hat sich im privaten und geschäftlichen Umfeld quasi als Standard für Internet-Telefonie etabliert. Es reicht, die kostenlose Software auf dem PC zu installieren, und schon kann man zum Nulltarif mit anderen Skype-Usern auf der ganzen Welt kommunizieren.
Es geht aber auch ohne Computer! Für einige Handys ist inzwischen ein Skype-Client verfügbar. Die Applikation (App) wird über einen der App-Stores von Apple & Co in Sekundenschnelle auf das Smartphone geladen. Damit kann man von unterwegs aus mit seinen Freunden und Kollegen skypen.
Präziser gesagt per Skype telefonieren. Was noch nicht funktioniert, sind mobile Video-Telefonate. Plaudern oder chatten (korrekt: die Nutzung des Instant-Messaging-Dienstes von Skype) ist jedoch mit einem Smartphone genauso einfach wie vom Computer aus.
Keine Gesprächsgebühren - wenn man Folgendes beachtet
Gesprächsgebühren fallen innerhalb der Skype-Gemeinschaft keine an, maximal Kosten für die Datenverbindung. Wer einen aktuellen Smartphone-Tarif mit einem oder mehreren Gigabyte inkludiertem Datenvolumen besitzt, muss sich darüber keine Gedanken machen - solange er sich im Inland befindet! Im Ausland kommen nach wie vor die horrenden Gebühren für Datenroaming hinzu, die selbst EU-weit durchschnittlich bei satten 12.000 (!) Euro pro Gigabyte liegen.
Wenn man im Ausland also mit dem Handy skypen möchte, sollte man dies tunlichst nur bei einem WLan-Hotspot machen!
Für welche Handys es Skype-Apps gibt
Kostenlose Skype-Clients sind derzeit für das iPhone von Apple sowie für einige unter dem Symbian-Betriebssystem laufende Smartphones von Nokia und Sony Ericsson zu haben. Sie können direkt von der Skype-Homepage auf das jeweilige Handy heruntergeladen werden.
Theoretisch ist Skype auch für Blackberry und Windows-Mobile-Geräte verfügbar. Allerdings bietet die Firma selbst keine entsprechenden Clients zum Download an - die Applikationen werden ausschließlich über die Mobilfunk-Provider vermarktet. In Österreich bietet bisher allerdings nur ein einziger Mobilfunkbetreiber, nämlich Drei, aktiv Skype-Dienste an.
Für Android-Handys gab es zwar kurzfristig ein Tool namens Skype Lite, das der Hersteller inzwischen allerdings wieder zurückgezogen hat.
Skype für Windows Mobile wurde für den Enduser offiziell ebenfalls aus dem Verkehr gezogen. Man kann die Applikation aber mit ein wenig Herumsuchen noch auf einigen Freeware-Portalen im Internet finden. Während bereits vorhandene Installationen der Windows-Mobile-Version laut Skype uneingeschränkt weiter benutzt werden können, läuft die Android-App Ende des Jahres ab. Wenn es bis dahin keine neue Software gibt, müssen Android-User dann ohne Skype das Auslangen finden.

Skype wird auch Einzug in die heimischen Wohnzimmer halten: Panasonic, Samsung und LG präsentierten Lösungen, um Skype über ihre Fernseher nutzen zu können. Nötig sind ein TV-Gerät der neuesten Generation mit integriertem Internet-Anschluss samt passender Kamera
Was man einstellen muss
Da Skype über das Internet läuft und das Mobilfunknetz ja nur als Trägermedium für die Daten in das Internet dient, ist der Dienst unabhängig von der Handynummer. Das heißt, man kann Skype grundsätzlich mit jedem Tarif und Netzbetreiber benutzen!
Man registriert sich nicht mit seiner Telefonnummer, sondern mit einem Benutzernamen, der auf jedem Endgerät (PC, Handy etc.) derselbe ist. Am komfortabelsten ist es, den Skype-Account auf einem Computer mit Internet-Zugang einzurichten, sodass man später auf dem mobilen Endgerät nur noch die Benutzerdaten eintragen muss. Alle Dienste innerhalb des Skype-Netzes sind kostenlos.

Skype ist unabhängig von der Handynummer, man kann es grundsätzlich mit jedem Tarif und Netzbetreiber benutzen. Man registriert sich, wählt einen Benutzernamen und trägt die Kontakte ein. Dann nur noch auswählen, Verbindung aufbauen, sprechen
Skype-Out
Mit Skype kann man aber nicht nur andere Skype-User erreichen, sondern auch praktisch jeden anderen Telefonanschluss. Diese Funktion nennt sich Skype-Out und ist kostenpflichtig.
Man kann entweder ein Guthaben kaufen und dann Anruf für Anruf davon abbuchen lassen. Oder ein (meist Monats-)Abo erstehen. So bietet Skype unter anderem ein „Welt-Package" an, das für 11,48 Euro im Monat unbegrenzte Anrufe in die Festnetze von derzeit 40 Ländern weltweit erlaubt, beziehungsweise ein Europa-Package mit 20 Ländern für 6,88 Euro.
Skype im Inland zahlt sich nicht aus
Teuer wird es allerdings, wenn man versucht, mit Skype eine Handynummer anzurufen. Nur in einigen wenigen Ländern sind die Mobilfunknetze tarifmäßig dem Festnetz gleichgestellt und im Welt-Package inkludiert. In den meisten Fällen werden diese Anrufe separat verrechnet. Eine Minute Skypen in ein österreichisches Mobilfunknetz kostet beispielsweise, je nach Provider, zwischen 26,2 und 31,1 Cent, dazu kommt noch pro Anruf eine Verbindungsgebühr von 4,5 Cent. Ein Gespräch ins heimische Festnetz kostet, wenn man kein Gesamtpaket besitzt, sondern für jeden Anruf einzeln bezahlt, 2,2 Cent pro Minute, ebenfalls zuzüglich der Verbindungsgebühr.
In der Praxis lohnt es sich also nicht, Skype für normale Inlandstelefonate zu benutzen, da die Gespräche mit praktisch jedem aktuellen Handytarif wesentlich günstiger kommen.
Bei Auslandsgesprächen schon!
Anders sieht es bei Auslandsgesprächen aus. Hier kann man eine Menge Geld sparen. So kostet ein Anruf in die USA nur 2,2 Cent pro Minute, und das sowohl ins amerikanische Festnetz wie zu Mobilfunkbetreibern. Telefonate in europäische Handynetze kosten etwa dasselbe wie Anrufe von Skype in ein österreichisches Mobilfunknetz.
Wer regelmäßig in ein und dasselbe Land telefoniert, kann auch ein Skype Monatsabo mit einer bestimmten Anzahl von Gesprächsminuten für genau dieses eine Land erstehen. Da können dann auch, je nach Paket, Anrufe an ein Handy inkludiert sein.
Wie weit sich das lohnt, muss jeder für sich selbst errechnen: So zahlt man etwa für 400 Minuten in alle deutschen Netze 51,73 Euro, während beispielsweise Orange bei seiner Aktion „Europa zum Ortstarif" 300 Freiminuten innerhalb der EU inkludiert hat, und das für nur 25 Euro.
Normale Anrufe vom Handy ins Ausland kosten derzeit je nach Provider, dem individuellen Tarif und dem Zielland zwischen 50 Cent und 1,60 Euro pro Minute - es lohnt sich also bei internationalen Gesprächen auf jeden Fall, die aktuellen Handygebühren mit den Angeboten von Skype zu vergleichen.
Die Sprachqualität bei Skype ist vor allem von der vorhandenen Internet-Verbindung abhängig. Obwohl die Bandbreite, die für die reine Sprachübertragung benötigt wird, sehr gering ist, kommt es in der Praxis doch hin und wieder zu Aussetzern.
Derzeit noch Einbahnstraße
In die umgekehrte Richtung, nämlich, dass man aus dem normalen Telefonnetz heraus auf Skype angerufen wird, geht es leider nicht - zumindest nicht in Österreich. In einigen anderen Ländern kann man bereits Online-Nummern erstehen, über die man dann Anrufe aus dem normalen Telefonnetz entgegennehmen kann. Hierzulande ist dieser Dienst noch nicht verfügbar. Auch Skype-to-Go, die Möglichkeit, mit einem normalen Telefon ohne eigenen Client das Skype-Netz zu nutzen, wird in Österreich nicht angeboten.
Quelle: Gewinn 10/10
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