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Voipen via Provider: Die Angebote der ISPs
Fast jeder größere Internetprovider und auch so gut wie alle Anbieter von TV-Kabelanschlüssen bieten mittlerweile Kombinationen aus Internet- und Telefonier-Diensten an. Die Provider bündeln dabei einen DSL-Anschluss mit einer VoIP-Flatrate, üblicherweise sind Gespräche zu Kunden des gleichen Anbieters oder ins heimische Festnetz kostenlos. Die benötigte Hardware in Form von Kabelmodem und Telefonadapter liefern die Provider mit. Im Rahmen von Werbeaktionen wird den Kunden oft die Bereitstellungsgebühr erlassen, die Installation durch einen Techniker ist in der Regel ebenfalls kostenlos. Teilweise verlangen die Anbieter dafür jedoch einen beträchtlichen Aufpreis.
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Telefonieren übers Internet: Anbieter wie Arcor haben Pauschaltarife für DSL-Anschluss und VoIP im Programm. |
Die Tarife der Kabelnetzbetreiber sind meist etwas günstiger als die der Internetprovider, sie bewegen sich zwischen 25 und 30 Euro pro Monat für den Internetanschluss inklusive VoIP-Flatrate ins heimische Festnetz. Auch die Übertragungsraten erreichen höhere Werte - denn die Kabelnetzbetreiber profitieren von der besseren Abschirmung der TV-Kabel, was auch bei größerer Entfernung zur Vermittlungsstelle gute Datenraten ermöglicht. In der Kalkulation sollten Sie allerdings in jedem Fall die Kosten für den Kabelanschluss berücksichtigen. Die Internetprovider dagegen verlangen für ihre Internet-/ VoIP-Flatrates derzeit etwa 30 bis 40 Euro im Monat.
Noch relativ neu in Deutschland sind die DSL-Pakete von 1&1 und Arcor, die auch eine Mobilfunk-Flatrate umfassen. Dabei erhält der Kunde eine neue SIM-Karte für sein Handy und kann damit kostenlos ins deutsche Festnetz telefonieren. Die alte Rufnummer kann er behalten.
Alle diese Angebote haben den großen Vorteil, dass der Kunde wie gewohnt telefonieren und teilweise auch seine Festnetznummer behalten kann. Die Angebote der Kabelnetzbetreiber zeichnen sich dadurch aus, dass sie höhere Übertragungsgeschwindigkeiten bieten und oft günstiger sind. Zudem sind sie meist auch in Gebieten verfügbar, in denen es keine DSL-Anschlüsse gibt. Die vergleichbaren Pakete der Internetprovider sind dagegen etwas teurer, allerdings kommen bei ihnen auch keine Kosten für das Fernsehkabel hinzu. Achtung: Gespräche in die Mobilfunknetze und ins Ausland sind meist teurer als bei der Verwendung einer Call-by-Call- Vorwahl. Zudem sollten Sie bedenken, dass man bei den meisten Providern pro Anschluss nur eine Rufnummer bekommt, zusätzliche Nummern fürs Faxgerät oder für weitere Familienmitglieder gibt es nur in Ausnahmefällen. Auch Funktionen wie Anrufweiterleitung oder Makeln und Anklopfen sind oft nicht verfügbar.
FAZIT: Für Privatanwender, die bereits einen Kabelanschluss besitzen, empfiehlt sich das Upgrade zu einer Internet- und Telefonie-Flatrate. Ansonsten kommt man mit den Angeboten der Internetprovider meist billiger weg. Für Büroumgebungen, in denen mehrere Anschlüsse und erweiterte Telefonie-Funktionen benötigt werden, sind die meisten Angebote nicht geeignet.
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