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Messenger-Software: VoIP mit Microsoft, Yahoo und AOL

VoIP MessengerDie vier großen Messenger-Dienste und -Clients kommen von Microsoft (Windows Live Messenger), Yahoo (Yahoo Messenger) und AOL (ICQ und Instant Messenger). Die Programme wurden in erster Linie für das Chatten übers Internet entwickelt, mittlerweile bieten sie aber auch alle VoIP-Funktionen fürs Telefonieren mit anderen Teilnehmern an.

Zwar ist es möglich, über den Messenger eines Herstellers auch mit den Benutzern eines anderen Tools zu chatten - entweder über eine eingebaute Schnittstelle oder mit Software von Drittherstellern-, beim Telefonieren dagegen sind die Programme wesentlich restriktiver. Es sind also lediglich - immerhin kostenfreie - Telefonate zwischen Benutzern der gleichen Software möglich, andere Clients sind nicht erreichbar. Yahoo und Microsoft bieten aber auch günstige VoIP-Telefonate ins Festnetz oder zu Mobilfunknummern an. Yahoo etwa verlangt für Anrufe ins deutsche Festnetz 1,2 Cent pro Minute, das Gespräch mit einem Handybesitzer kostet 20 Cent pro Minute (ins österreichische Festnetz 1,8 Cent pro Minute, ins österreichische Mobilnetz 1,93 Cent pro Minute). Für einen Anruf in die USA verlangt die Firma ebenfalls 1,2 Cent. Außerdem bietet Yahoo einen Phone-In-Service an, bei dem der Teilnehmer für rund 2,50 Euro im Monat eine normale Telefonnummer zugewiesen bekommt.

Microsoft nimmt für Festnetztelefonate 2 Cent pro Minute, Mobilfunkgespräche kosten 25,8 Cent. Für ein Gespräch in die USA zahlen Sie dann wiederum 2 Cent die Minute. Um diese Funktion nutzen zu können, ist allerdings eine Anmeldung bei der amerikanischen Telekommunikationsfirma Verizon erforderlich. Für den Live Messenger sind auch spezielle Telefone wie das Philips VOIP433 verfügbar, die sich per USB-Adapter an den PC anschließen lassen.

Die beiden AOL-Programme dagegen, der Instant Messenger und ICQ, erlauben lediglich Telefonate zwischen den eigenen Teilnehmern.

FAZIT: Die IP-Telefonie über die Messenger ist eine praktische Zusatzfunktion. Die Programme sind jedoch in erster Linie für Textchats ausgelegt, die Telefonie-funktion und auch die Sprachqualität ist der von Skype unterlegen. Wie bei Skype gibt es bei den Messengern die Einschränkung, dass der gewünschte Gesprächspartner online und angemeldet sein muss, damit man ihn erreichen kann.

Voipen via Provider: Die Angebote der ISPs
 
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